Konfrontative Pädagogik

 

         
 a1        

  

Zum Standing der Konfrontativen Pädagogik: Erfreuliche Forschungsergebnisse und selbstkritische Neuorientierungen beim Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training(AAT/CT®) von Jens Weidner

  
Einleitung 
Im Folgenden werden die Eckpfeiler der Konfrontative Pädagogik, sowie die Methode der Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainings nur marginal behandelt. Der umfassend interessierte Leser sei auf die einschlägigen Buchpublikationen zu diesen Themen hingewiesen (Kilb/Weidner/Gall 2006, Weidner/Kilb 2004, Colla/Scholz/Weidner 2001, Weidner 1993), insbesondere auf den Beitrag von Ludwigshausen/Böhm (2008) in der Zeitschrift „Pädagogik“ zum Transfer der konfrontativen Methodik in den Bildungskontext.
Der vorliegende Text konzentriert sich dagegen auf Qualitäts-, Forschungs- und selbstkritische Themen:
 
  1. Der aktuelle Stand: Kurze Information zum Umfang der Programme in Deutschland und der Schweiz
  2. Die Qualitätsstandards für die praktische Arbeit in AAT/CT-Programmen
  3. Fünf ermutigende Forschungsergebnisse: zur quantitativen und qualitativen Evaluation des AAT/CTs
  4. Die selbstkritische Neuorientierung konfrontativer Trainingsprogramme seit 2005:
·         Die Änderung der Medienarbeit: weniger ist mehr
·         Die rechtlichen Grenzen des AAT/CTs: die non-touch-Verpflichtung
·         Die Betonung der gesellschaftskritischen Perspektive: die aggressive Wettbewerbskultur als Negativvorbild.
 
Die tatkonfrontative Methode des Anti-Aggressivitäts-Trainings wurde 1987 - u.a. vom Verfasser – in Deutschland eingeführt. Tatkonfrontation heißt im erziehungswissenschaftlichen Sinne aggressive Menschen dort abzuholen, wo sie stehen. Dieser Standpunkt lässt sich aus mittlerweile tausenden von Einzelgesprächen ableiten, die der Verfasser und die AAT/CT ProjektleiterInnen in ganz Deutschland seit 22 Jahren mit Hooligans, Skin-Heads, deutschen, türkischen oder russlanddeutschen Schlägern geführt haben. Diese jungen, heranwachsenden und erwachsenen aggressiven Menschen lieben – so ihre Selbstthematisierungen - die Konfrontation, die Action und den damit verbundenen Thrill. Entsprechend erleichtert bei dieser Zielgruppe ein konfrontativer Zugang die Kommunikation mit den Probanden, solange eine vertrauensvolle professionelle Beziehung geschaffen werden konnte. Die Konfrontation mit der Aggressionstat, mit den Rechtfertigungsstrategien und dem Opferleid wird von den Trainierten als dynamisch, spannend und Erkenntnisreich empfunden.
Hassemer (2004; S.353), Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, würdigt diese zwanzigjährige Entwicklung mit den Worten: Erziehung "bringt aber auch die Chance produktiver Veränderung mit sich, wie man an Entwicklungen wie (...) "konfrontativer Pädagogik" oder Anti-Aggressivitäts-Training studieren kann." Diese positive Bewertung resultiert u.a. aus der Tatsache, dass das AAT/CT von vielen Jugendrichtern als letzter ambulanter Versuch, als ultima ratio, angesehen wird, bevor eine Inhaftierung erfolgt. Winkler (2003: S.46), unterstreicht diesen Aspekt, wenn er schreibt: „Die Klientel sozialer Arbeit und der Sozialpädagogik rekrutiert sich keineswegs aus guten Menschen, denen die Zumutungen erspart werden können, die mit Zivilisation einhergehen (...) Anders gesagt: Wenn sozial und kulturell hergestellte Ausgrenzung bedeutet, selbst die Zwänge zu verweigern, welchen wir uns um unseren Humanisierungen nicht entziehen dürfen, können Trainingsmethoden wie die von Kilb und Weidner mithin Gewicht bekommen. Vielleicht sind sie nötig (...) Treatment scheint dann allemal besser als schlichtes Einsperren oder gar dem Verhungern preisgeben.“ Dies betont auch der Chefredakteur der ZEIT, Giovanni di Lorenzo (2008; S.1), bei seiner politischen Einordnung des Themas Jugendgewalt: „Linke und Liberale müssen sich damit abfinden, dass es auch junge Täter gibt, die so gefährlich sind, das nur langes Wegsperren oder gar die Ausweisung zu vertreten sind. Hardliner dagegen, dass der Erziehungsgedanke bei Jugendlichen richtig ist und das gut geführte Heime und Antiaggressionstrainings in der Regel mehr helfen als Jahre der Verrohung im Gefängnis.“ Und die Bundesministerin für Justiz Zypris (abgeordnetenwatch.de 12/08) stellt nüchtern, wie zutreffend das Anti-Aggressivitäts-Training als einen Baustein resozialisierender Programme in Deutschland dar: „Das geltende Jugendstrafrecht bietet eine breite Palette von Sanktionsmöglichkeiten (…) Die Rechtsfolgen reichen von Erziehungsmaßregeln, die die Lebensführung regeln sollen (z. B. Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs, Anti-Aggressivitäts-Training oder einem Täter-Opfer-Ausgleich), (…) bis hin zu einer langjährigen Jugendstrafe.“
 
Allerdings finden das AAT/CT sowie die Grundüberlegungen zur Konfrontativen Pädagogik ihre Grenzen in Ausschlusskriterien: Nicht bei jedem Probanden darf Konfrontation als Hilfe verstanden werden, um eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster in Frage zu stellen. Konfrontation kann – und darauf weisen Kritiker zu Recht hin (Herz 2005, Plewig 2008) – dem Betroffenen schaden. Deswegen gilt es vor Behandlungsbeginn zu differenzieren: Nicht konfrontativ behandelt werden
  • aggressive Menschen mit traumatischen Erfahrungen,
  • mit Autoaggressiven Tendenzen,
  • Grenzfälle zur Psychiatrie oder
  • psychisch labile Konflikt- und Beziehungstäter (Kilb 2005).
Bei diesen Menschen erscheint eine Tatkonfrontation kontraindiziert. Sie werden daher auch nicht in AAT/CT Programme aufgenommen.

 
 
Der aktuelle Stand: Kurze Information zum Umfang der Programme in Deutschland und der Schweiz  
Das AAT/CT wurde vor 22 Jahren in der niedersächsischen Justiz begründet. Es behandelt gewalttätige Menschen in sechsmonatigen Trainingskursen. Die Teilnahme erfolgt über richterliche Auflagen (§ 10 JGG) oder freiwillig. AAT/CT basieren auf einem lerntheoretisch-kognitiven Paradigma. Die lerntheoretischen Aspekte orientieren sich an Bandura. Sie konzentrieren sich u.a. auf die Analyse von Aggressivitäts-Auslösern und den sich daraus ableitenden gewalttätigen Verhaltensgewohnheiten. Die kognitive Perspektive zielt auf die Steigerung von Opferempathie und Tatverantwortung ab.
 Durch das Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, die Hochschule Mannheim und das Deutsche Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD) wurden seit 1994 ca. 800 Sozialpädagogen, Psychologen und Lehrer als AAT/CT–TrainerInnen zertifiziert. Heute werden in Deutschland und der Schweiz in über 100 Trainingsprogrammen über 2000 Probanden jährlich betreut.
Das – in der Sozialbranche unübliche – Schützen des Begriffs AAT/CT durch das ISS/ IKD über das Deutsche Marken- und Patentamt, hat seinen Ursprung nicht in merkantilen, sondern vielmehr in Qualitäts-Interessen. Auslöser des Markenschutzes waren Mitte der neunziger Jahre negative Erfahrungen mit Praktikern, die AAT Kurse an einem Wochenende anbieten wollten, um sich die üblichen 5 Monate intensiver Arbeit zu sparen. Die damit einhergehenden Qualitätsverluste schien diese Kollegen wenig zu stören. Ein so verunstaltetes AAT/CT hätte binnen kurzer Zeit seine Reputation eingebüßt. Darauf erfolgte der Markenschutz. Seit dem können Anbieter, die die Qualitätsstandards nicht einhalten, durch das ISS und IKD abgemahnt werden. Dies ist nach Hein (2006) unerlässlich, da Tatkonfrontationen ein eingriffsintensives Vorgehen darstellen. In seiner vielbeachteten Rechtsstudie zum AAT/CT betont er, dass sich alle Beteiligten und insbesondere die verantwortlichen Trainer über das „scharfe Schwert“, das sie mit dem AAT in den Händen halten, bewusst sein sollten. Dies gelingt nur über Qualitätssicherung.
 
 
 
Die Qualitätsstandards für die praktische Arbeit in AAT/CT-Programmen  
Das Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) und das Deutsche Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD) haben Qualitätsstandards festgelegt, die für die Durchführung von AAT/CT Programmen unerlässlich sind:
  • Das Trainingsprogramm wendet sich an Menschen, die körperliche und/oder seelische Gewalt ausüben. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer dem Trainingsprogramm inhaltlich und sprachlich folgen können.
  • Für Personen mit Suizidgefährdung, aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, primär Alkohol- und Drogenabhängige sowie für Mitglieder der organisierten Kriminalität ist das Programm nicht geeignet.
  • Der zeitliche Rahmen ist so zu gestalten, dass durch den Beziehungsaufbau ein konstruktives Arbeitsbündnis zwischen Teilnehmer und Trainer geschlossen wird, sowie eine angemessene individuelle Betreuungsintensität gewährleistet wird.
  • Die empfohlene Trainingsdauer liegt bei 5 Monaten. Pro TeilnehmerIn sind mindestens 12 Stunden einzukalkulieren. Die Trainingsdauer kann durch Wochenendsitzungen verkürzt werden, sollte aber 4 Monate nicht unterschreiten.
  • Die Gruppenleitung besteht aus zwei Personen mit abgeschlossenem Hochschulstudium in den Bereichen Sozialarbeitswissenschaft, Erziehungswissenschaften, Soziologie, Psychologie oder Kriminologie. Eine Person der Gruppenleitung muss über eine qualifizierte Zusatzausbildung zur/ zum AAT/CT®-TrainerIn, inklusive der Selbsterfahrung auf dem „heißen Stuhl“, verfügen.
  • Sekundäre Behandlungsmotivationen wie richterlicher Druck, drohender Schulverweis, drohender Widerruf oder anstehende Gerichtstermine werden zum Einstieg akzeptiert, sollen aber nach den ersten vier Sitzungen einer primären Motivation weichen.
  • AAT/CT sind Programme, die Berührungen vermeiden. Körperkontakte dienen maßgeblich der empathischen Kontaktaufnahme zur Vertrauensbildung, Beziehungsarbeit und emotionalen Zuwendung. Im Rahmen der Täterbehandlung können Berührungen bzw. Körperkontakte in Rollenspielen zur systematischen Desensibilisierung, der Aufmerksamkeitsherstellung, der Darstellung der Opferperspektive, eines einfühlsamen Nähe- oder eines gezielten Deeskalationstrainings sinnvoll und notwendig sein.
  • Dem AAT/CT liegt ein optimistisches Menschenbild zugrunde. Die Gruppenleiter akzeptieren den Teilnehmer als Person, lehnen aber gleichzeitig seine Gewaltbereitschaft massiv ab.
Erst die Beachtung dieser Standards gewährleistet eine seriöse Praxis.
 
 
 
Fünf Forschungsergebnisse, fünf ermutigende Ergebnisse: zur quantitativen und qualitativen Evaluation des AAT/CTs 
Das AAT wird seit seiner Gründung 1987 evaluiert und nachgebessert. Die erste Evaluation stammt aus dem Jahre 1989, die aktuellste Studie aus dem Jahr 2007. Das AAT/CT darf damit als eine sehr gut evaluierte Soziale Trainingsmaßnahme gelten. Die fünf Forschungsstudien haben zu folgenden Ergebnissen geführt:
 
  1. Die qualitative Befragung von Projektleitern/ Auftraggebern des AAT/CTs (Kilb 2002) in bundesweit 88 Projekten mit 952 Probanden ergab eine hohe Praxisakzeptanz wegen der Reduzierung der Gewalttätigkeiten in den betreuten Einrichtungen. Diese Zufriedenheit über eine „Befriedung vor Ort“ erscheint einer der Hauptgründe dafür zu sein, dass die Trainings über Jahre von Städten und Gemeinden bzw. der Jugendhilfe und Justiz gefördert werden.
 
  1. Die Rückfall-Forschung zum AAT (von 1987-1997 an 74 behandelten Mehrfachgewalttätern) durch das kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen, belegt, dass knapp 2/3 der behandelten Mehrfach-Gewalttäter nicht einschlägig rückfällig wurden und von den verbleibenden 1/3 die Hälfte deliktschwächer agierte (Ohlemacher 2001). Sie schlugen z.B. Ohrfeigen, misshandelten aber nicht mehr ihre Opfer krankenhausreif. Dennoch werden diese positiven Ergebnisse von AAT-Kritikern als unzureichend kritisiert, weil die nicht-AAT behandelte Kontrollgruppe in der Studie exakt dieselben Rückfallzahlen zu Stande brachte. Ergo - so die Kritiker in ihrer Fehlinterpretation - bewirke dass AAT nichts, wenn auch ohne AAT-Behandlung dasselbe Ergebnis erreicht werde. Dabei verschweigen sie – und darauf gilt es hier hinzuweisen - bewusst (vgl. Plewig) oder aufgrund mangelnder Recherche  die Zusammensetzung der Kontrollgruppe: Diese bestand nicht aus unbehandelten Gewalttätern, die im Vollzug nur verwahrt wurden. Trotz Bemühen, konnte das KFN eine derartige Gruppe nicht für die Studie zusammenstellen. Statt dessen nahm man Gewalttäter in die Kontrollgruppe auf, die neben Schule oder Berufsausbildung in der Sozialtherapie, im Gesprächskreis Tötungsdelikte oder im Speziellen Sozialen Training behandelt wurden. Die Studie vergleicht also behandelte Gewalttäter mit behandelten Gewalttätern (!) und kommt bei beiden Gruppen zu dem erfreulichen 2/3 Ergebnis. D.h. Täterbehandlung lohnt sich, ob mit AAT oder Sozialtherapie oder anderen intensiven Formen des Sozialen Trainings. Die niedersächsische Justiz kann stolz auf dieses Ergebnis sein.
Die KFN-Forschung resümiert entsprechend positiv: Die positiven Effekte des AAT liegen somit nicht über dem Durchschnitt anderer Maßnahmen in Hameln. Diese identische Gewaltrückfallrate (ca. ein Drittel der inhaftierten Gewalttäter) lässt allerdings durchaus verschiedene Deutungen zu: sie könnte z.B. sowohl schlicht die beste derzeit unter den Bedingungen des Jugendstrafvollzuges erreichbare sein oder auch auf einen allgemein wirksamen "Hameln-Effekt" (eben den einer Anstalt mit relativ vielen Angeboten zur Therapie und Resozialisierung Inhaftierter) zurückzuführen sein – und damit nicht gegen das AAT, sondern primär für Hameln sprechen.
 
  1. Mit Hilfe des FAF (Fragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren) und des FPI (Freiburger Persönlichkeitsinventar) wurden in der Zeit von 1987-2002 in einem Pre-Post-Test-Design Erregbarkeit, Aggressivität sowie Aggressionshemmung getestet. Die Ergebnisse der Experimentalgruppe zeigten sich in den Items geringerer Erregbarkeit und Aggressivitätsabbau deutlich besser und bei der Aggressionshemmung geringfügig besser, als in der nicht behandelten Vergleichsgruppe. Das Niveau durchschnittlich aggressiver junger Menschen (Vergleichsgruppe II) wurde allerdings auch von den Behandelten nicht erreicht. (vgl. Weidner 1993, Wolters 1992 , Brand 1999).
 
  1. Eine deutschlandweite angelegte testpsychologische Schanzenbächer-Erhebung (2002) zum AAT/CT erfasste Daten mittels des Fragenbogens zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren. Nur die Experimentalgruppe (n=125), nicht aber bei der Kontrollgruppe (n=17) weisen auf einen Abbau der nach außen gerichteten Aggressivität und eine Anhebung der Aggressionshemmung hin.  Lamnek (2002, S.5f.) kommentierte als Evaluationsgutachter entsprechend: „Das AAT (...) lieferte schon sehr früh ein handhabbares Programm zur Behandlung gewalttätiger Jugendlicher (...) Schanzenbächers Evaluationsstudie (...) gibt Anlass zu der begründeten Feststellung, dass der Abbau der Aggressivitätsneigungen tatsächlich dem Anti-Aggressivitäts-Training zuzuschreiben ist.“
 
  1. Die aktuellste Evaluation des AAT/CT stammt von Universität Mainz (Feuerhelm 2007) Darin heißt es resümierend: Bezogen auf die Gesamtteilnehmerzahl wird nur eine Minderheit, nämlich ein Drittel der insgesamt einbezogenen Personen wieder einschlägig rückfällig. Noch positiver erscheint das Bild, wenn man auf die Rückfallzeiten abhebt: Drei Viertel der Kursteilnehmer werden innerhalb des ersten Jahres nach dem Kurs nicht wieder im Gewaltbereich auffällig. Feuerhelm spricht von den reflexionsfördernden und gewalthemmenden Resultaten des AATs, die für eine weitergehende Persönlichkeitsreifung ausschlaggebend sein können.
 
Auf dem Hintergrund dieser vielfältigen Evaluationen (ausführlich dokumentiert unter www.prof-jens-weidner.de, Rubrik: Forschung) wäre es begrüßenswert, wenn sich AAT/CT-Kritiker wie Herz (2005) oder Plewig (2008) – trotz ihrer Bedenken gegen das konfrontative Handeln in der Sozialen Arbeit und Erziehungswissenschaft – zukünftig die Mühe geben würden, diese Ergebnisse korrekt wiederzugeben. Bock (2000; S. 333) resümiert entsprechend: Das Anti-Aggressivitäts-Training "kann sowohl ambulant als auch stationär an erwachsenen und jugendlichen Gewalttätern durchgeführt werden. Positive Ergebnisse konnten bereits dahingehend erzielt werden, dass sich nach dem AAT die zur Erregbarkeit und Aggressivität ermittelten Werte verringert haben. Gleichzeitig fiel eine Erhöhung der Aggressionshemmung auf." Schröder/Merkle (2007; S. 52ff.) konstatieren in ihrer fachliche Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über Jugendgewalt: „Die Wirksamkeit von pädagogisch gestützter Gewaltprävention ist belegt.“ Sie forschen an der Hochschule Darmstadt über die Programme  und Verfahren zur Konfliktbewältigung und Gewaltprävention im Jugendalter, stellen qualitative Vergleiche an und erarbeiten Wegweiser.  Die Ergebnisse zeigen, wie zielgruppenspezifisch und problemgenau die verschiedenen Programme ausgerichtet sind. Dem AAT wurde unter den Sozialen Trainingskursen von der Universität Ulm eine höhere Wirkung in der Reduzierung der Gewaltneigung bescheinigt. Einblicke in das Bundeszentralregister ergaben eine Senkung der Delikthäufigkeit und –intensität von AAT-Trainierten. Schröder/Merkle betonen: Nur wenn die Konfrontation dazu führt, Gefühle zu bewegen und Einsichten zu erzeugen, kann sie auf Dauer bei dem Einzelnen etwas bewegen. Ein Verstehen bleibt deshalb auch die zentrale Grundlage für einen Zugang zu denen, die wir in ihrem Handeln zunächst nicht verstehen.
 
  
 
Die selbstkritische Neuorientierung konfrontativer Trainingsprogramme    
Es gibt im Bereich der AAT/CTs Handlungsbedarfe, die seit 2000 sukzessive umgesetzt werden. Auslöser dieser selbstkritischen Neuorientierung sind
  • die Irritationen im Rahmen der Medienarbeit, bei der TV-Sendungen sich fast ausschließlich auf die Provokationstests auf dem heißen Stuhl konzentrieren und damit der Vielfältigkeit der 6-monatigen Behandlungsmaßnahme kaum gerecht werden.
  • die Studie des Darmstädter Rechtswissenschaftlers Hein, der aus juristischen Gründen für ein non-touch-Gebot plädiert, dem sich die AAT/CT-Programme seit dem verpflichtet haben. Dies entspricht auch der Rückmeldungen von AAT/CT-TrainerInnen, die betonen, dass die Tatkonfrontation auf dem heißen Stuhl konzentriert, aber nicht lautstark und übergriffig durchgeführt werden soll.
  • die bis dato mangelnde Betonung der gesellschaftskritischen Perspektive im Kontext der Konfrontativen Pädagogik: Die aggressive Wettbewerbskultur soll als Negativvorbild für die aggressiven Probanden stärker thematisiert werden.
 
 
 
Die Änderung der Medienarbeit: weniger ist mehr  
Das Thema „Gewalt“, sowie die Behandlung von Gewalttätern gilt als medial interessant. Die ZDF Dokumentationen „Abschied vom Faustrecht“ (1991), „Gewalt im Griff“ (1998), „Das Mörderprojekt“ (2005) und die Schweizer Filmstudie „Faustrecht“ (2008) können als realistische, vorbildliche Dokumentationen zur Praxis der Konfrontativen Pädagogik empfohlen werden. Allerdings gelingt es in der Gesamtschau der TV-Berichte zu selten, die Trainingsprogramme umfassend darstellen zu lassen. Die TV-Sender konzentrieren sich primär auf die Darstellungen von Provokationstests auf dem heißen Stuhl. Man sieht dabei meist laut stark provozierende, Nähe und Distanz überschreitende TrainerInnen - ein Provokationsritual, das mit den betroffenen Probanden abgestimmt ist und das Ziel verfolgt, die Selbstkontrolle auch in inszenierten Stresssituationen zu erhöhen.  Die Langwierigkeit des Beziehungsaufbaus, die den Inszenierungen vorangeht - und die vom Düsseldorfer Bewährungshelfer Röskens (2008) präzise dargestellt worden ist - geht in den Sendungen fast immer verloren. Der Zuschauer sieht vielmehr Projektleiter, die der physischen Gewalt der Probanden mit verbaler Aggressivität begegnen.
So hilfreich die Medienarbeit in den neunziger Jahren zur Etablierung der AAT-Programme war, so kontraproduktiv erscheint sie in den letzten Jahren, wenn sie nur ein rein repressiv, punitives, aggressiv-provokatives Bild der Programme zeichnet. Begriffe wie
  • Beziehungsaufbau,
  • gegenseitiger Respekt,
  • das Stop-Recht, d.h. jede Sitzung jederzeit unterbrechen zu können,
  • die Interventionserlaubnis durch den Betroffenen an die Trainer, vor allem
  • die Sympathie, die die Teams ihren Probanden entgegenbringen,
gehen bei diesen knappen medialen Arbeitseinblicken verloren. Daher gilt für die Medienarbeit der Zukunft: weniger ist mehr.
  
  
 
Die rechtlichen Grenzen des AAT/CTs: die non-touch-Verpflichtung 
Die folgenden Ausführungen orientieren sich an der Arbeit des Rechtsprofessors Hein (2006), der die rechtlichen Grenzen des AATs beleuchtet. Neben seinen rechtstheoretischen Kenntnissen greift er dabei auf seine praktischen Erfahrungen zurück, die er bei der Teilnahme an mehreren Anti-Aggressivitäts-Trainingskursen in Mainz gewinnen konnte. Dabei weist er auf folgende Punkte hin:
 
  • Das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht. Dazu führt Hein (2006) aus, dass es insbesondere im Rahmen der Integrationsphase problematisch ist, dass aufgrund der einschlägigen methodischen Besonderheiten häufig sowohl das Trainerteam als auch die anderen Teilnehmer ein detailliertes Wissen um weitere erhebliche (Gewalt-)Taten des jeweiligen Probanden erhalten. Der zeugenschaftlichen Einführung dieses Wissens in ein etwaiges Strafverfahren steht mangels eines einschlägigen Zeugnisverweigerungsrechts grundsätzlich nichts entgegen. Jedenfalls im Falle der gerichtlich auferlegten Teilnahme kommt zwar wegen des Verstoßes gegen den nemo-tenetur-Grundsatz auch ein Verbot der Verwertung der zeugenschaftlichen Aussage in Betracht, doch ist dieses aus Gründen der Effektivität aktueller und zukünftiger Kurse als nicht ausreichend anzusehen. Weil ein Verzicht auf die Benennung der „miesesten Taten“ und das Bekennen „neuer“ einschlägiger Vorfälle während des Kursverlaufes nicht möglich und zudem pädagogisch sinnwidrig ist, werden hier die Einführung eines originären bzw. abgeleiteten strafprozessualen Zeugnisverweigerungsrechts für die Trainer und Teilnehmer eines AATs befürwortet und entsprechende Vorschläge de lege ferenda unterbreitet.
  • Das non-touch-Gebot beim „heißen Stuhl“: Während der Konfrontationsphase könnten die Teilnehmer eines AATs in ihren Grundrechten verletzt werden. Die Veranstalter eines AATs unterliegen insofern auch sämtlich der Bindungswirkung der Grundrechte. Im Verlauf des Heißen Stuhls kommt es zwar nicht zu einer Verletzung der Menschenwürde, so Hein, doch stellen sowohl körperliche Angriffe als auch zu Zwecken der Provokation erfolgende Berührungen („Tätscheleien“) Eingriffe in das Grundrecht der Teilnehmer auf körperliche Unversehrtheit dar, für die keine gesetzliche Ermächtigungsgrundlage ersichtlich ist. Auch ein eventueller Grundrechtsverzicht wäre hier angesichts einer wenn nicht ohnehin gerichtlich auferlegten, dann doch auch sonst regelmäßig nicht völlig „freiwilligen“ Teilnahme unwirksam, da der Heiße Stuhl ein „Nadelöhr“ des Kurses darstellt und damit nicht nur als zentraler, sondern als zwingender Kursbestandteil anzusehen ist. Die beschriebenen Eingriffe in Art. 2 II 1 GG sind somit verfassungsmäßig nicht zu rechtfertigen, machen zudem eine gerichtliche Weisung unzumutbar i. S. d. §§ 10 I 2 JGG, 56c I 2 StGB und haben insofern zu unterbleiben.
  • Das Rollenspiel zur Vermittlung der Opferperspektive: Anders stellt sich die Situation während der Opfersitzung dar. Hier erfolgen im Verlauf von Rollenspielen, in denen die Probanden entsprechend geschützt einen für sie typischen Tatverlauf in der Rolle des Opfers erleben, zwar gleichfalls Eingriffe in deren Grundrecht aus Art. 2 II 1 GG, doch ist bei strikter Beachtung der Freiwilligkeit der Teilnahme an dieser Kurseinheit und Einhaltung der sonstigen einschlägigen Voraussetzungen grundsätzlich ein den Eingriff rechtfertigender Grundrechtsverzicht denkbar.
  • Die zwingende Notwendigkeit des fachlichen Problembewusstseins: Die Gefahren einer allzu sorglosen Ausweitung der Methode und eines verantwortungslosen Umgangs mit Konfrontation – so Hein - werden deutlich, doch kann diesen etwa durch ein entsprechendes Problembewusstsein und die Fähigkeit zur Selbstkritik, eine hohe fachliche Qualifikation der Trainer, die fortwährende wissenschaftliche Begleitung und Fortentwicklung der Methode sowie nicht zuletzt auch durch die grundsätzliche Bereitschaft entgegengewirkt werden, die Kurse „offen“ für Interessierte und Gäste durchzuführen und so schon den etwaigen „bösen Schein“ von „Gehirnwäsche“ oder „Schwarzer Pädagogik“ zu vermeiden.
 
Heins Ergebnisse sind fester Bestandteil der berufsbegleitenden Zusatzausbildung geworden. Mit der selbstkritischen Neuorientierung soll auch der Kritik aus Fachkreisen Rechnung getragen werden. Gleichzeitig grenzt sie sich – und auch das soll hier in aller Deutlichkeit betont werden - von Polemiken ab, wie sie vom Lüneburger Devianzprofessor Plewig (2008; S.57) formuliert wurden. Dieser spricht beim AAT/CT vom „Willen brechen“, „manipulativen Charakter“, „rechtlicher Unzulässigkeit“, „Straflust, die unverkennbar sei“ und „totalitäten Zügen“. Da mir der Autor aus meiner Studentenzeit noch persönlich bekannt ist, soll an dieser Stelle keine Erwiderung auf diese Absurditäten erfolgen. Im Sinne Braithwaite kann dem Autor aber empfohlen werden, sich mit dem Begriff des reintegrative shamings, vielleicht sogar im Selbstversuch, zu befassen.
 
 
 
Die Betonung der gesellschaftskritischen Perspektive: die aggressive Wettbewerbskultur als Negativvorbild 
Die Vielzahl der Publikationen zum AAT/CT sowie zur Konfrontativen Pädagogik haben die gesellschaftliche und institutionelle Perspektive im Kontext von Gewalt bis dato zu wenig thematisiert. Dies soll sich ändern. Galtungs Begriff der „strukturellen Gewalt“ gilt es stärker hervorzuheben,  Heitmeyers Verständnis vom “Modernisierungsverlierer“ oder Pfeiffers - wenn auch populistische Formulierung - von der winner-looser-Kultur in Bezug auf gewalttätiges Handeln. Weiter gilt es gilt sich theoretisch, wie im praktischen Handeln, gegen Migrationsbenachteiligungen und für ein integrierendes Verständnis von Internationalisierung einzusetzen (Toprak 2005).  Es gilt eine stärkere wettbewerbskritische Perspektive zu verfolgen. Die Grundüberlegung ist dabei das Verständnis vom gewalttätigen Menschen als Spiegelbild einer aggressiven Wettbewerbs- und Wirtschaftskultur. Das bundesrepublikanisch akzeptierte aggressive Verhalten im Wettbewerb findet in Begriffen wie „feindliche Übernahme“ oder „positive Aggression“ ihren Ausdruck. Der Verfasser hat die dahinter stehende Haltung in über 500 Interviews mit Deutschen und Schweizer Führungskräften am Gottlieb-Duttweiler-Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (GDI) in Zürich präzisiert. Die Interviews konzentrierten sich auf zwei Fragen:
  • Welche Schattenseiten brauchen Sie zur Stabilisierung oder zum Ausbau Ihres beruflichen Erfolges ?
  • Welche aggressiven Taten haben Sie in Ihrem Berufsleben begangen oder welchen sind Sie zum Opfer gefallen ?
Die Ergebnisse dieser Interviews sind im Campus-Ratgeber „Die Peperoni-Strategie. Wie Sie Ihre berufliche Aggression konstruktiv nutzen“ (Weidner 2005) publiziert worden. Die dort beschriebenen - und nicht sehr schmeichelhaften - beruflichen Machtspiele, stoßen bei vielen Führungskräften auf Interesse, was sich u.a. darin wiederspiegelt, dass das Buch 33 Wochen Platz 1 im Wirtschaftsbuch-Ranking der Financial Times Deutschland belegte. Bosshart (2004; S.1), Direktor des GDI bringt dies Interesse auf den Punkt: „Management heißt: Härte, Mut, Augenmaß. Es braucht zunächst und am wichtigsten als Voraussetzung den Biss, etwas zu wollen. Dann braucht es den Mut, ambitiös zu sein. Und nicht zuletzt braucht es die Kunst, das Augenmaß zu halten.“ Vergleicht man auf diesem Hintergrund die Wirtschaftsmachtspiele mit dem aggressiven Handeln junger Täter kann man schlussfolgern, dass sich hier zwei Seiten einer Medaille zeigen. Insofern dürfen gewalttätige junge Menschen als ungekonnte Prototypen einer aggressiven Wettbewerbskultur verstanden werden. Im Bereich von white-collar-crime werden in der Wirtschaftskultur sogar die Eigentums-, Raub- und Sachbeschädigungs-Schäden von delinquenten Jugendlichen bei weitem überboten, wobei – unfairer Weise - die Jugendlichen weit eher mit Haftstrafe bedroht sind, als etwa Steuerhinterzieher, die unterhalb der Millionen Euro-Grenze auf Bewährung hoffen dürfen. Dieses Ungleichgewicht gilt es in Zukunft stärker zu thematisieren. 
 
 
 
Resümee 
In der Sozialarbeitswissenschaft gilt die Betroffenen Perspektive als wichtiger Eckpfeiler professionellen Handeln. Dahinter steht die Frage, wie die theoretisch-konzeptionellen Überlegungen bei den betroffenen Probanden ankommen. Qualitative Interviews können hier Aufschluss geben, wie sie etwa in der Studie von Schawohl (2009) zur primären und sekundären Behandlungsmotivation von Gewalttätern durchgeführt worden sind. Wer wissen möchte, wie die aggressiven Probanden denken, dem sei die Lektüre empfohlen. An dieser Stelle soll allerdings eine Mail als erster Hinweis ausreichen, die den Verfasser am 21.10.2008 von dem ehemaligen AAT Seminarteilnehmer U.L. aus dem Jahre 1989 erreichte:
„Hallo Jens. Ich habe ein Bild von Dir im Netz gesehen. Hoffe, Du weist noch wer ich bin (Ex-Tutor mit bester Beurteilung). Das letzte Mal, das wir telefoniert haben war 1993. Das ist eine lange Zeit her. Ich bin seit 5 Monaten in Südamerika. Wir bauen hier ein Stahlwerk auf einer der größten Baustellen der Welt. Mein Job hier ist Stahlbauinspektor. Ich beaufsichtige, kontrolliere die Arbeiten in der Nachtschicht. Den Job mache ich seit 5 Jahren. Mein Leben hat sich radikal geändert. Ich habe eine Familie (2 Kinder und bin seit 1999 verheiratet). Ein altes Haus mit Weserblick…. Gestern habe ich meinen 40ten gehabt. Komisch wie schnell die Zeit vergeht. Ich hoffe es geht Dir und deiner Familie gut, und alles liebe Glück und Gesundheit für Euch wünscht …. P.S Ein Rückschreiben wäre echt super.“
Mich hat diese Mail sehr gefreut, zumal U.L. vor dem Absolvieren seines AATs die Schlagkraft seines Baseballschlägers an Kühen erprobte – aus Angst seine menschlichen Opfer versehentlich zu erschlagen. Er hielt dies seinerzeit für rücksichtsvoll – eine Verrohung von der er sich schon vor Jahren verabschieden konnte. Daher meine Empfehlung am Schluss:
  • Arbeiten Sie erfolgreich in der Gewaltprävention.
  • Nehmen Sie aggressives Verhalten im pädagogischen Schonraum ins Kreuzfeuer der Kritik.
  • Praktizieren Sie dadurch aktiven Opferschutz und
  • leisten Sie damit etwas beruflich zutiefst Befriedigendes !
  
 
Literaturverzeichnis 
  
Bandura, Albert(1979): Aggression. Eine sozial-lerntheoretische Analyse, Stuttgart
 
Bock, Michael (2000): Kriminologie, München
 
Bosshart, David (2004): Vorwort, in: Weidner, Jens./Koller-Tejeiro, Yolanda (Hrsg.): Mit Biss zum Erfolg, Godesberg, S. 1
 
Brand,Markus/ Saasmann, Michael (1999): Anti-Gewalt-Training für Gewalttäter. Ein sozialpädagogisch konfrontatives Training zum Abbau der Gewaltbereitschaft  in: DVJJ-Journal 4, S. 419-425
 
Colla, Herbert/Scholz, Christian/Weidner, Jens (2001) (Hrsg.): Konfrontative Pädagogik. Das Glen Mills Experiment, Godesberg
 
Corsini, Raymond (1994): Konfrontative Therapie, in: ders. (Hrsg.): Handbuch der Psychotherapie, Bd.1. Weinheim, S. 555-570.
 
Eggert, Anne/ Feuerhelm, Wolfgang (2007): Evaluation des Anti-Aggressivitäts-Trainings und des Coolness Trainings. Forschungsbericht, Mainz
 
Förster, Jens /Weidner, Jens (2005): Internatserziehung für kriminelle Jugendliche. Die Glen Mills Schools jetzt in Europa! Vom Entwicklungsstand Holland und Entwicklungsland Deutschland, Godesberg
 
Hassemer, Winfried (2004):Jugend im Strafrecht. Eröffnungsvortrag zum 26. Deutschen Jugendgerichtstag, in: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, Heft 4, S. 344-356
 
Hein, Knud-Christian (2006): Rechtliche Grenzen von Anti-Aggressivitäts-Trainings. Münster
 
Herz, Birgit (2005):  Ist Konfrontative Pädagogik der Rede wert? , in: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, Heft 4, S. 365-374
 
Kilb, Rainer (2006): Offensichtlich ja! – Eine Antwort auf Birgit Herz „Ist Konfrontative Pädagogik der Rede wert?“ , in: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, Heft 3, S. 278 ff.
 
Kilb, Rainer (2005): Weshalb und wozu Konfrontative Pädagogik? in: Zeitschrift für Sozialpädagogik, Heft 1, S. 15-19
 
Kilb, Rainer (2004): Paradigmenwechsel in der Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen, in: Deutsche Jugend, Heft 3, S. 115-120
 
Kilb, Rainer/ Weidner, Jens / Gall, Reiner (2006): Konfrontative Pädagogik in der Schule, Weinheim
 
Kilb, Rainer/ Weidner, Jens (2002): "So etwas hat noch nie jemand zu mir gesagt...", in: Kriminologisches Journal, 34.Jg., Heft 4, S. 298-303
 
Lamnek, Siegfried (2002): Vorwort, in:Schanzenbächer, Stefan,: Anti-Aggressivitäts-Training auf dem Prüfstand. Gewalttäter-Behandlung lohnt sich, Herbolzheim
Lorenzo,  Giovanni di  (2008): Jugendstrafrecht - Koch und seine Kellner, in: DIE ZEIT, Nr. 04, S. 1
 
Ludwigshausen, Claudia/Böhm, Christian (2008): Das “Cool in School”®-Projekt, in: Pädagogik, Heft 12, S. 22-25
 
Plewig, Hans-Joachim(2008): Neue deutsche Härte – Die „Konfrontative Pädagogik“ auf dem Prüfstand, in: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, Heft 1,S. 52 ff.
 
Ohlemacher, Thomas, u.a. (2001): Anti-Aggressivitätstraining und Legalbewährung: Versuch einer Evaluation. in: Mechthild Bereswill/ Werner Greve (Hg.): Forschungsthema Strafvollzug, S. 345-386, Hannover
 
 
Röskens, Klaus (2008): Tatkonfrontation: Keine neue deutsche Härte, sondern sozialpädagogische Notwendigkeit – Zum „heißen Stuhl“. in: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe Heft 3, S. 279ff.
 
Schawohl,Horst (2009): Zur Behandlungsmotivation bei Gewalttätern: Von der sekundären zur primären Behandlungsbereitschaft, Godesberg
 
Schanzenbächer, Stefan (2002): Anti-Aggressivitäts-Training auf dem Prüfstand. Gewalttäter- Behandlung lohnt sich. Herbolzheim: Centaurus.

Schröder, Achim/ Merkle, Angela (2007): Leitfaden Konfliktbewältigung und Gewaltprävention,
Schwalbach
 
Toprak, Ahmet (2005):   Jungen und Gewalt: Die Anwendung der Konfrontativen Pädagogik in der Beratungssituation mit türkischen Jugendlichen,  Herbolzheim
 
Weidner, J./ Kilb, R. (2004) (Hrsg.): Konfrontative Pädagogik. Konfliktbearbeitung in Sozialer Arbeit und Erziehung, Wiesbaden
 
Weidner, Jens/ Kilb, Rainer/ Kreft, Dieter (2002) (Hrsg.): Gewalt im Griff. Weinheim

Weidner, Jens (1993): Anti-Aggressivitäts-Training für Gewalttäter, Godesberg
 
Weidner, Jens (2005): Die Peperoni-Strategie. Wie Sie Ihre berufliche Aggression konstruktiv nutzen, Frankfurt am Main
 
Winkler, Michael (2003): Verliebt in das eigene Programm, in: Sozialextra Heft 4, S. 44-46
 
Zypris, Brigitte (2008): Antwort von Brigitte Zypris,  in: www.abgeordnetenwatch.de, 8. Dezember
 
  
 
Autoreninformation
 
Weidner, Jens, Prof. Dr.; Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg/ Fakultät Wirtschaft und Soziales; Miteigentümer des Deutschen Instituts für Konfrontative Pädagogik; Eigentümer der Beratungsfirma ASS-Management; Arbeitsschwerpunkte: Gewaltprävention, AAT/CT®, Konfrontative Pädagogik, Positive Aggression, www.prof-jens-weidner.de (Wissenschaft), www.peperoni-strategie.de (Management), www.konfrontative-paedagogik.de (Institut).